Zwischenstop in Kutaisi

Das Huhn ist frisch

Aufgrund der politischen Lage können wir nicht direkt am Kaukasus entlang Richtung Osten weiter fahren. Wir sind nach Süden abgebogen, um die autonome Region  Südossetien  zu umfahren. Ossetien ist ein geteiltes Land und durch die im Kaukasus verlaufende Grenze getrennt. Nordossetien gehört zu Russland und Südossetien ist eine autonome Region in Georgien. Nach der Erklärung der Unabhängigkeit Südossetiens 1990 kam es immer wieder zu kriegerischen Handlungen, Menschen flohen und es gab Tote. Die Grenze zwischen Georgien und Russland ist für Ausländer gesperrt und uns so die Möglichkeit einer großen Rundreise genommen.

Wir wollen nach  Kutaisi  und haben uns für die auf der Landkarte dick eingezeichnete Straßenführung entschieden – falsch, die westliche Trasse ist neu ausgebaut. Uns erwarten dagegen Schlaglöcher, allerdings ist fast kein Verkehr und die Landschaft am tief eingeschnittenen Fluss  Rioni  entschädigt uns reichlich.

Kutaisi wurde bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. bekannt und ist mit ca. 200.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Georgiens. In den KAS Automobilwerken arbeiteten bis 1990 54.000 Beschäftigte, heute sporadisch einige hundert – falls es einen Auftrag gibt. Uns gefällt der teilweise erhaltene historische Stadtkern gut. Bei der Besichtigung einiger Stadtkirchen fallen uns die auf den Grabsteinen aufgesprühten Portraits auf – diesen Airbrush-Arbeiten werden wir auf unserer Reise noch öfter begegnen. Über der Stadt thront die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende  Bagrati-Kathedrale  (wird gerade restauriert). Kein Problem, schließlich befinden sich in der näheren Umgebung mehrere Klosteranlagen u.a. das ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende  Kloster von Gelati  mit vielen Fresken. Auf dem Rückweg nutzen wir den schönen Markt, um unsere Vorräte aufzufüllen – und frische Hühner gab es auch.

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