12 Finale

Endspurt

Über Pisten und durch einige recht anspruchsvolle Wasserdurchfahrten näher wir uns dem Gletscher Myrdalsjökull. Auch durch eine Regenwanderung am Gletscher ist der Wettergott nicht milder zu stimmen – es regnet und stürmt! Wir hoffen auf besseres Wetter an der Lakispalte und tatsächlich, bereits an der faszinierenden Schlucht Fjadrargljufur am Rande des Naturschutzgebietes Lakagigar sieht es schon viel besser aus.

Die Laki-Katastrophe ereignete sich im Winter 1783/84. Auf einer Länge von 25 Kilometern öffnete sich eine Feuerspalte mit über 100 Schloten. Die ausfließende Lava bildete das 565 km² große Lavafeld Eldhraun. Über weite Teile des Landes legte sich eine Ascheschicht. Asche und Giftgase vergifteten mehr als die Hälfte des Viehbestandes, ca. 1 Viertel der Gesamtbevölkerung verstarb durch Vergiftung und Hunger.  Wir umrunden das Areal auf Pisten, besteigen den 812 m hohen Vulkankrater Laki und wandern um einige moosbedeckte Vulkanschlote.

Über die Ringstraße geht es zum Nationalpark Skaftafell. Die mächtigen Gletscherzungen zeigen sich uns ganz in grau, aber eine Wanderung zum bekannten Wasserfall  Svartifoss stimmt den Wettergott diesmal milde – am nächsten Tag scheint die Sonne! Gefürchtete Gletscherläufe machen dieses Gebiet fast unbewohnbar. Durch Vulkanismus unter dem Gletscher schmelzen gewaltige Massen an Eis. Auf dem Schmelzwasser kann die Eismasse aufschwimmen und eine gewaltige Lawine Richtung Meer in Gang setzten. Von der Kraft der Wasser, Geröll-und Eismassen zeugt ein letzter verbogener Brückenpfeiler einer, bei einem Gletscherlauf 1996 völlig zerstörten, Brücke.

Unser letztes Ziel auf dem Weg zum Fährhafen in Seydisfjördur ist der Gletschersee Jökulsarlon. Abgebrochene Gletscherbrocken schwimmen als Eisberge auf dem kürzesten Fluß Islands (250 m) Richtung Meer. Wir machen eine Bootsfahrt auf dem Gletschersee und bestaunen bei einer Strandwanderung am Nordatlantik die gestrandeten Eisberge.

Island – wir waren ein Teil von dir, haben deine Natur hautnah gespürt.

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11 Grüße zum Jahreswechsel

Zwanzig Zehn

Viele Grüße und ein gesundes neues Jahr aus dem verschneiten Kamenz! Ich wünsche Euch allen im neuen Jahr viel Gesundheit, Glück und Erfolg. Natürlich auch Zeit zum Träumen und Entdecken und für reisepixel.com mehr Kommentare 🙂

Rausgepickt,

……einige Farbtupfer im heimischen Wintergrau. Wetterkapriolen am Nordatlantik und an der Hekla (1.521 m) – dem aktivsten Vulkan Islands. Das Wandergebiet Landmannalaugar mit seinen bunten Bergen und natürlich dem bekannten Badeplatz am 70°C warmen Quellfluß. Vulkanischen Ursprungs ist auch die Eldgja-Schlucht, ein Vulkangraben, den wir auf seiner Länge von 5 km erkunden. Besonders beeindruckend war der steile Abstieg am Tuffsteinhang bis zum Grund 270 m tiefer.

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10 Reykjavik

Shopping und Badespaß

Natürlich besuchten wir die Hauptstadt Island. Mit reichlich 100.000 Einwohnern ist sie recht überschaubar, trotzdem leben ca. 40% der Gesamtbevölkerung im Großraum Reykjavik! Perlan, die Perle ist unser erstes Ziel. Dieser moderne Glaspalast bietet einen guten Überblick über die Stadt und ist zugleich ein wichtiger Speicher von Heißwasser im geothermalen Verbund zur Versorgung der Bevölkerung mit Heizung und Warmwasser. Mit dieser umweltfreundlichen Methode werden sogar Straßen und Fußwege teilweise beheizt! Leider ist die Hallgrimskirkja  eingerüstet und auch der Innenraum war gerade für Besucher gesperrt. Nach einem kurzen Stadtbummel machen wir uns auf den Weg zur Blauen Lagune.

Die Blaue Lagune  ist ein Abprodukt der geothermalen Energiegewinnung. Das noch ca. 70°C warme Wasser sammelt sich in einem Becken und lagert zudem eine Vielzahl heilender Stoffe ab. Natürlich reiben auch wir unsere Körper einschließlich Gesicht mit dem Schlamm ein und genießen einen entspannten Vormittag.

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9 Ein dickes Paket

Halbinsel Snaifellsnes

Ein absuluter Höhepunkt unserer Islandreise – Snaifellsnes – Wetter und Landschaft waren top! Gebirge, Meer, Strand, Baden, Vogelkolonien, Felsentore, Wrackteile und natürlich der Vulkan Snaifellsjökull.

An der Westspitze der nach ihm benannten Halbinsel ragt der 1446 Meter hohe Vulkan mit seiner vergletscherten Kuppe in den Himmel. In Jule Vernes Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ befindet sich hier der Einstieg zu einer abenteuerlichen Reise ins Erdinnere, die zum Ausstieg am Vulkan Stromboli in Italien führt.

Nach einer ordentlichen Pilzmahlzeit am Vorabend führt unsere  Erkundung vorbei an der größten Mineralquelle Islands zur schwarzen Holzkirche bei Budir. Ganz in der Nähe ergoß sich einst flüssige Lava ins Meer. Schwarze Lava und gelber Sandstrand bilden die perfekte Kulisse für unser erstes Bad im Nordatlantik. Ganz nah kommen wir dem Vulkan auf einer Hochlandpiste und sehen von oben auf unseren Badeplatz am Lavafeld.

Kaum auszuhalten, die Küstenwanderung im Abendlicht, Vogelfelsen voller Möwen, bizarre Felsformationen und Felsentore. Unser Nachtlager schlagen wir natürlich unterhalb des Snaifellsjökull auf. Der neue Tag führt uns zu riesigen Lavabrocken, die der Vulkan an die Küste geschleudert hat und wir beobachten an einem Vogelfelsen Seeschwalben. Der schwarze Lavasand in einer kleinen Meeresbucht ist  übersät mit rostigen Wrackteilen. Im Abendlicht noch ein Spaziergang von unserem Nachtlager zum alten Friedhof. Ein dickes Paket an Eindrücken und Erlebnissen, für alle Betrachter ein dickes Paket Fotos!

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8 Strokkur

Der Geysir im Haukadalur, alle paar Minuten schießt das kochende Wasser bis zu 20 Meter in die Höhe.

Strokkur

Zuvor wandern wir am See Hagavatn entlang zum Gletscherrand, durchwaten Flüsse und besuchen den Wasserfall Gullfoss.

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7 Kerlingarfjöll

Eimalig in Island

Feuer und Eis – vergletscherte Berge aus farbigem Rhyolith, überall dampft es und Schwefelgeruch liegt in der Luft. Wir wandern durch ein einzigartiges Solfatarenfeld. Gut, dass wir bei den steilen und schlüpfrigen Wandersteigen unsere Stöcke dabei haben. Und – von unserem Camp ein Stück flußaufwärts treten massiv warme Quellen aus! Einfach Steine drum und fertig ist ein urischer Badeplatz. Die Abkühlung gibts dann direkt im Fluß.

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6 Wandertag am Langjökull

Der Wettergott ist mit uns

Die großen Gletscher Langjökull und Hofsjökull liegen rechts und links der Piste F35. Super Wetter für die nächsten Tage und eine phantastische Landschaft. Wir wollen wandern, uns die heißen Mineralquellen bei Hveravellir anschauen und da natürlich auch baden!

Vorbei an der Hütte Pjofadalir suchen wir uns einen Weg zum Gletscher Langjökull. Unberührte Natur und eine gewaltige Kulisse – Berge, Gletschereis und Wasserfälle. Den Plan bis zum Gletscherrand vorzudringen vereiteln allerdings die reißenden Gletscherflüsse. Am Abend stehen wir auf dem recht lieblos geführten Campingplatz Hveravellir. Entschädigt werden wir mit Abendlicht an den heißen Wasserbecken und „Donnerkegeln“, im Hintergrund der Gletscher Hofsjökull. Am Morgen Testen wir vor unserer Abreise natürlich noch das Warmwasserbecken, ja so kann es weiter gehen.

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5 Akureyri – Hauptstadt und Perle des Nordens

Wasserfall der Götter

…das bedeutet  Godafoss  der Sage nach. Hier sollen im Jahr 1000 die alten Götterbilder versenkt worden sein, um das Christentum zu entwickeln und zu stärken.

Beginnen wir aber am See Myvatn. Durch einen Lavaaufbruch gelangen wir zur Höhle Grjotagja   mit einem heißen Wasserbecken. Ein besonderes Motiv sind die Pseudokrater am Seerand. Hier hat sich ca. 2.000°C heiße Lava über ein wasserhaltiges Gelände geschoben. Der Wasserdampf drängt explosionsartig nach oben und die Lavaoberfläche reißt kraterförmig auf. Pseudo – da bei diesen Kratern niemals Material ausgeworfen wird.

Nach dem Godafoss machen wir einen kleinen Stadtbummel in Akureyri. Die Hauptstadt und Perle des Nordens  ist mit ca. 17.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes und die größte außerhalb des Großraums Reykjavik. Wahrzeichen ist die Kirche hoch über der Innenstadt. Das Restaurant Bautinn ist eine Empfehlung, da kaufen wir auch gleich noch ein leckeres Brot!

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4 Wir wollen die Sonne sehen

Vielfalt im Norden

Am Meer scheint die Sonne – steht in der Zeitung. Also nichts wie los, Vorräte fassen, baden und waschen im warmen Bottich…….

Wir fahren entlang der Küste nach Husavik, mit über 2000 Einwohnern ein zentraler Versorgungspunkt der Region. Aber wir wollen in Husavik auch baden! Außerhalb, an der Küste, wartet ein Bottich mit 38°C warmem, mineralhaltigem Wasser aus dem Erdinneren auf uns. Da übernachten wir auch und genießen den Sonnenuntergang.

 

Unser nächstes Ziel ist der See Myvatn und seine Umgebung. Das Hochtemperaturgebiet mit Dampfkraftwerk, Solvataren (Schwefelgruben), Fumarolen (Dampf) und Schlammtöpfen sowie der Krater Krafla sind lohnende Ziele. Im aktivsten Vulkangebiet Islands beieindruckt mich die Vulkanspalte Leirhnjukur am meisten. In den Jahren 1975-1984 kam es immer wieder zu Ausbrüchen. Gut sichtbar, der schwarze Lavastrom umspülte dabei die höher gelegenen Stellen. Überall Dampft es, der Boden ist porös und stellenweise warm.

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