Kaukasus I

Ein Traum wird wahr

Bitte anschnallen und wer auf schneebedeckte Berge vor blauem Himmel allergisch reagiert – abschalten!

Mit dem Trabbi wollte ich schon in den Kaukasus, nun ist es ein Toyota. Über die neu ausgebaute Straße erreichen wir  Mestia,  Verwaltungszentrum der Region Ober-Swanetien und zugleich Zentrum des Kaukasustourismus vom Schwarzmeerstrand an einem Tag. Rast machen wir am  Inguri-Stausee,  seine Staumauer ist 750 m lang und gehört mit einer Höhe von 271,5 m zu den höchsten Bogenstaumauern der Welt. Bei einem Fotostop lerne ich den netten Fahrer eines „Marschrutki“ Sammeltaxis kennen.

Typisch für die Region um Mestia sind die Wehrtürme, einige gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. In Mestia selbst gibt es noch 42 Türme und einen haben wir uns ausgesucht! Genauer gesagt  Roza´S Guesthouse  www.roza-mestia.com  in der Nähe. Hier finden wir freundliche Aufnahme, bekommen Tips für Wandertouren und verkosten die einheimische Küche. Unser Toyota parkt sicher vor dem Hoftor.

Natürlich wollen wir im Kaukasus wandern. Unsere erste Tour führt uns zum  Chalaadi Glacier  am Fuße des  Chatintau 4.411 m,  daneben der  Ushba 4.700 m.  Vor dem Einstieg werden wir noch von der Grenzpolizei registriert, in den Bergen verläuft die Grenze zu Russland. Die Strecke ist gut zu bewältigen und wir  haben genügen Zeit uns umzusehen. Im Gegenlicht präsentiert sich Mestia bei unserer Rückkehr am Nachmittag dramatisch, die Abendsonne färbt den  Tetnuldi 4.858 m  rot und nach Sonnenuntergang machen wir noch einen kleinen Bummel durch das schön beleuchtete Örtchen. Später am Abend lerne ich noch einige Trinksprüche kennen 🙂

Am nächsten Morgen verabschieden wir uns von der Familie Shukwani. Mit unserem Fahrzeug klettern wir auf Pisten zu den  Koruldi-Seen  oberhalb Mestia in eine Höhe von ca. 2.700 m – das Wetter und die Ausblicke sind phantastisch. Wir wollen die Berge Richtung Ushba erkunden und haben reichlich Höhenmeter vor uns. Der Toyota am Seeufer ist winzig – die Bergwelt um uns riesig. Tja bis zum Ushba konnten wir nicht kommen, aber unser Nachtplatz wird ganz in seiner Nähe sein. Auf der Fahrt dahin zeigt er sich uns wieder.

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Endlich gehts los

Aller Anfang ist schwer

Und so starten wir am Samstag mit etwas Verspätung. Wir haben ein Ziel – Georgien und das ist ganz schön weit. Zügig kommen wir auf meist gut ausgebauten Straßen voran. Im serbischen  Kloster Koporin  zeigt uns eine Schwester den Weg zur heilenden Quelle und Ina füllt flugs unsere Trinkflaschen vor der Weiterfahrt.

Wir lassen Istanbul hinter uns. An der türkischen Schwarzmeerküste führt die gut ausgebaute Straße oft direkt am Meer entlang und durch viele Küstenorte. Die Berge lassen hier oft nicht viel Platz, Haselnusssträucher an den Hängen werden Richtung Osten von Teepflanzungen abgelöst. Ina liest im Reiseführer vom idyllisch gelegenen  Bergsee Uzungöl  – unser Nachtlager. Nur hat sie nicht bis zum Schluß gelesen, denn da hat sich eine florierende Ausflugsindustrie angesiedelt. Auf der Kartbahn hinter unserem Nachtplatz geht es auch mit Licht weiter.

Am nächsten Morgen nehme ich ein Morgenbad, es gibt Frühstück mit Aussicht – Alles gut! Der Grenzübertritt nach Georgien ist unkompliziert, freundlich werden wir empfangen – was wir noch nicht ahnen konnten: Das wird jetzt meist so sein!  Relaxen am Strand ist angesagt. Wir sind angekommen, baden im Meer und genießen den Sonnenuntergang.

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Armenien und Georgien

Eine Reise mit Anlauf

Ja, fünf Wochen Urlaub sind wie im Flug vergangen. Eine phantastische Reise liegt hinter uns. Davon möchte ich in nächster Zeit berichten und so auch selbst noch einmal auf Reisen gehen – reist doch einfach mit mir!

Den Menschen, denen wir begegnet sind, die uns zum Teil einen kleinen Einblick in ihr Leben gewährten oder mir einfach erlaubten, sie zu fotografieren, die uns freundlich zuwinkten oder uns Auskunft gaben – Ihnen widme ich diesen ersten Beitrag.

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Reise mit Anlauf und der war ganz schön lang – ca. 3.500 Kilometer bis an die georgische Grenze!

Unsere Anreise führt über  PragBudapest,   Belgrad,   Sofia,  Istanbul  und entlang der  türkischen Schwarzmeerküste  meist auf Autobahnen oder autobahnähnlichen Straßen zuerst nach  Batumi.  Etwas relaxen am Strand bevor es in den  Hohen Kaukasus  mit seinen über 5.000 Meter hohen Gipfeln geht. Weiter auf Pisten und der  Georgischen Heerstraße  zum  Kasbek  und über  Tbilisi  nach  Armenien.  Wir campen am  Sevansee,  reisen nach  Jerewan  und weiter ins Grenzgebiet am  Berg Ararat.  Unterwegs entdecken wir viele Klöster, Kirchen und kulturhistorisch bedeutende Stätten. Über Georgien und Batumi treten wir die Rückreise an.

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